Pünktlich starten

Als Faustregel gilt: Erscheine jeweils lieber 10-15 Minuten zu früh als 1 Minute zu spät, damit du dich in Ruhe umziehen und die Klasse in Ruhe zusammen gestartet werden kann. Zu spät kommen löst nicht nur bei dir selbst eine Stresssituation aus, was du im Yoga ja eigentlich nicht willst, es stört auch andere Kursteilnehmer in ihrer Praxis. Das heisst jetzt aber nicht, dass du umkehren musst, weil du dich für einmal um ein paar Minuten verspätest. Wir wissen ja alle, dass die Verkehrslage oder die Öv's nicht immer perfekt planbar sind. Dann gilt möglichst leise und achtsam reinschleichen. Suche dir einen freien Platz bei welchem niemand mehr nach rutschen muss und beginne mit deiner Anfangsmeditation und bewusstem Atmen bevor du in den Flow mit einsteigst.

Komm mit leerem Magen zum Kurs

Optimalerweise isst du während den 2 Stunden vor der Yogaklasse nichts mehr schweres. Deine Energie ist sonst eingeschränkt, da sie für die Verdauung eingesetzt wird, du fühlst dich schwerer oder hast mit Aufstossen zu kämpfen. Mit leerem Magen kann dein Körper und Geist sich ganz auf die Praxis konzentrieren. Falls du vorher hungrig bist, eignet sich eine Frucht, Dörrfrüchte, Nüsse oder ähnliches...

Muss ich meine eigene Matte mitbringen?

In den meisten Yogastudios sind Matten, Blöcke und alles was es braucht vorhanden. Falls die Location es nicht zulässt, dass allen genügend Matten zur Verfügung stehen, achte beim buchen des Kurses auf den Zusatz "bring your own mat". Hier bist du angewiesen eine eigene Matte mitzunehmen. Wenn du regelmässig Yoga übst, empfehle ich dir aber, dir deine eigene Matte anzuschaffen, auf welcher du einen optimal halt hast. Für mich persönlich ist die optimale Matte rutschfest (bei trockenen und schwitzigen Händen) aus natürlichen Materialien hergestellt und leicht, dass ich sie überall hin mitnehmen kann. 

Freude und Mitgefühl für Andere

Der Yogi-Superstar neben dir rockt gerade den Handstand und bei dir klappt heute gar nichts? Kein Grund für böse Blicke oder Neid... jeder Tag ist anders, jeder hat seine Vorgeschichte und seinen eigenen Weg zu gehen. Freue dich für Andere wenns bei Ihnen gerade gut läuft, unabhängig davon wies bei dir läuft. Das gibt dir selbst ein besseres Gefühl, denn geteilte Freude ist doppelte Freude.

Fühlen, nicht Leisten

Yoga ist empfindungs-  und nicht leistungsorientiert. Es geht dabei viel mehr darum, was du über dich erfährst, als was du erreichst. Deshalb übe achtsam, neugierig, forschend und liebevoll. Alles was du tust, sollte sich stimmig und gut für dich anfühlen. Dabei darf dich Yoga ruhig auch etwas fordern, dich dazu bringen deine Komfortzone zu verlassen, sollte dich aber nicht überfordern oder in Verletzungsgefahr bringen. Es ist jederzeit erlaubt, eine Pause einzulegen, denn dies bedeutet, dass du deine Grenzen kennst und deinen Körper respektierst.

Ein guter Riecher

Im Yoga wird bewusst und tief geatmet. Was gibt es da störenderes als üble Gerüche oder zu starke Parfums :). Deshalb stets frische Kleidung tragen, Düfte wie Deos oder Parfums sollten möglichst dezent sein. 

Wieso üben wir eigentlich barfuss?

Die Füsse sollen "atmen" und sich in ihrer vollen Breite ausdehnen können. Weiter wollen wir den vollen Bodenkontakt, um besser zu spüren, uns zu erden und auch die Energiepunkte die an den Füssen verlaufen stimulieren. Socken sind ausserdem rutschig, der Halt ist schlechter was wiederum zu Verletzungen führen kann. Also ab zur Pedicure und raus an die Frische Luft mit einen Füssen.

Was zieh ich am besten an?

Bequeme Kleidung, in der du dich frei bewegen und atmen kannst und die dich während der Klasse nicht ablenkt oder stört ist das wichtigste. Bei kühleren Temperaturen ist es auch ratsam, etwas zum Überziehen und eventuell warme Socken für den Entspannungsteil mitzunehmen.

Yoga in der Schwangerschaft

Yogaklasse ist nicht gleich Yogaklasse, in der Schwangerschaft gilt es den für dich optimalen Kurs zu finden, dies immer in Rücksprache mit deinem Arzt. Wenn du vor der Schwangerschaft noch kein Yoga praktiziert hast, empfiehlt sich eine Prenatal Yogaklasse aufzusuchen (in Zürich z.b. Birthlight). Falls du vor der Schwangerschaft schon viel Yoga praktiziert hast, und dein Körper somit mit der Praxis vertraut ist, kannst du weiterhin, nach Rücksprache mit deinem Arzt, deine gewohnten Klassen besuchen. Es ist allerdings wichtig, den Lehrer vorab zu informieren. Es gibt je nach Fortschritt der Schwangerschaft Übungen und Atemtechniken, die du nicht praktizieren solltest. 

Respektiere deinen Körper, respektiere deine Grenzen

Für den Yogaunterricht wird stets eine gesunde Grundverfassung vorausgesetzt. Informiere den Lehrer vor dem Unter­richt falls du verletzt bist oder kürzlich warst, dich nicht ganz fit fühlst, ein chronisches Leiden hast oder schwanger bist. Dies ist eine wichtige Information, damit der Lehrer dir allenfalls Alternativen für gewisse Übungen mitgeben kann.

Menstruation

Während den ersten 1-3 Tage der Menstruation, je nach Frau, sind Umkehrstellungen (Kopfstand, Handstand...), intensive Rückbeugen (z.B. Rad) und auch gewissen Atemübungen zu vermeiden. Allgemein sollte man in diesen Tagen sehr achtsam und sanf praktizieren. Es gibt jedoch einige Übungen, die eine sehr positive und lindernde Wirkung haben können. Persönlich hilft mir beispielsweise die Childs Pose, sowie sanfte Dehnungen der Hüfte.

Korrekturberührungen

Im Yoga kann es gut sein, dass der Lehrer bei dir vorbei kommt und dich sanft berührt/korrigiert. Hierbei geht es vor allem darum, dir entweder einen Impuls der Entspannung zu geben oder den Effekt der Position zu intensivieren. Es bedeutet nicht, dass du alles falsch machst. Möchtest du nicht, dass man dich berührt/anfasst, kannst du das dem Lehrer jederzeit mitteilen. Dies wird respektiert und der Lehrer ist dankbar wenn du dies mitteilst.